Texte rund um Digital Collaboration & Digital Learning

2021

WebConferencing expanded

Ein subjektiver und nicht abschliessender Kaufratgeber für synchrone Meeting- und Konferenztools

Meinen ersten Text zu «Standardsoftware für Kooperation» schrieb ich 1999 (Stoller-Schai 1999), meinen letzten Kaufratgeber-Text zu synchronen Tools vor 13 Jahren (Stoller-Schai 2008); es ist also Zeit, wieder mal eine Marktübersicht nachzuschieben. Mit der Covid-Pandemie ist der Markt an WebConferencing-Tools explodiert. Begriffe wie «zoomen», «teamen» etc. haben sich etabliert. WebConferencing ist dabei nicht mehr nur auf Online-Meetings beschränkt, an denen man mit Kamera- und Audiounterstützung gleichzeitig – also synchron – teilnimmt. WebConferencing umfasst heute weit mehr als das. Es geht generell um alle Formen von zeitgleichen Aktivitäten, die über das Internet stattfinden. Dies umfasst Lernprozesse, Innovationsprozesse, Arbeitsmeetings, informelle Austauschrunden, spielerische Aktivitäten, gleichzeitiges Schreiben von Texten, Entwickeln von Programmcode, Coaching und Beratung, Live-Support und vieles mehr.

Hybrid? Hybrid!
Nicht Online, nicht Face-to-face, sondern Hybrid – so werden wir in Zukunft zusammen lernen und arbeiten.

«Hybrid is the New Normal», könnte man sagen. Bis vor kurzem war «Blended Learning» das Fachwort für eine geschickte didaktische Anordnung verschiedener Medienformen, Medienformaten sowie von Lernorten und Lernräumen. Der Begriff «Hybrid» nimmt dies auf, fokussiert aber stärker auf die methodische und technische Vernetzung von Personen, die entweder online und verteilt oder in Präsenz und am gleichen Ort an einem Lernsetting teilnehmen. Hybrid impliziert immer auch Synchronizität. Es geht um Lernsettings, die in Gleichzeitigkeit (synchronous) stattfinden anstelle von Lernsettings, die zeitversetzt (asychronous) umgesetzt werden. Wenn wir von hybriden Lernsettings sprechen, meinen wir also Lernsettings, bei denen Personen zeitgleich miteinander interagieren, sich aber sowohl online und verteilt an verschiedenen Orten als auch in Präsenz und am gleichen Ort befinden. Beide Bereiche werden in einem hybriden Lernsetting zusammengeführt.
In diesem Artikel geht es darum, die Möglichkeiten und Chancen sowie die Bedingungen und Grenzen solcher hybrider Lernsettings auszuloten.

2020

Erkenntnisse aus der Corona-Zeit und was dies für Learning & Development bis 2025 heißen könnte (Praxisratgeber 2020/21 eLearning Journal

Paul Romer (Nobelpreisträger für Oekonomie) sagte 2004 „A crisis is a terrible thing to waste”1. Was für eine interessante Perspektive auf eine Krise! Wer hätte vor einem Jahr absehen können, wo wir heute stehen. Die Corona-Krise hat unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft durchgeschüttelt. Schock, Wut, Verzweiflung und Ratlosigkeit, aber auch Energie, Kreativität, Opportunitäten und Innovation wechselten sich ab. In diesem Artikel werde ich einerseits zurückschauen, was 2020 bezüglich Lernen passiert ist und vorausschauen, was dies bis 2025 für „Learning & Development“ bedeuten könnte. Dies ist eine subjektive Sicht auf die Ereignisse der letzten Monate und darum wähle ich auch eine subjektive Form für diesen Artikel.

Wie werden Menschen und Maschinen kollaborativer? (Kapitel aus Sammelband "Zukunft der Arbeit)

Wir werden in Zukunft vermehrt mit lernfähigen technischen Systemen (deep learning) kollaborieren und dabei unsere Möglichkeiten ‚augmentieren‘ (überhöhen). Wir werden uns zudem vermehrt in temporären Organisationsformen zusammenfinden, um konkrete Probleme zu lösen. Das bedingt, dass wir lernfähige technische Systeme verstehen (was sie leisten, wo ihre Grenzen sind) und gleichzeitig verstehen, wo unsere Stärken als Menschen sind (Colvin, 2016). Next Work im Allgemeinen und Kollaboration im Speziellen basieren in Zukunft auf zwei Kollaborationsformen: Kollaboration in Flash Organisationen und Kollaboration in Smart-Data-Systemen. Beides erfordert sowohl interkulturelle Kompetenzen als auch toolbezogene Fertigkeiten.

 Was machen wir mit „Learning Experience Platforms“? (Kaufberater & Markt 2020/2021 eLearning Journal)

Josh Bersin war es wohl, der den Begriff Learning Experience Platforms (LXP)1 einführte oder zumindest populär machte. Was noch vor 2-3 Jahren ein Thema für Trendscouts im Bereich „Learning“ war, hat sich unterdessen breit etabliert. Von klassischen Learning Management Systemen (LMS) wird weniger gesprochen. Ihnen haftet die Aura des Vergangenen an. „Wie konnte man sich früher nur auf das ‘M’ (Management) in LMS fokussieren und das ‘L’ (Learning) so sträflich vernachlässigen?“, fragt man sich heute. Bei LXP steht nicht nur das „L“ sondern das „LX“ im Vordergrund und steht für die „Learning Experience“, also für „Lernerlebnis“, für „Learning Journey“ oder ganz generell für „nachhaltige Lernereignisse“. In diesem Artikel wird in einem ersten Teil ausgeführt, wo moderne Learning Experience Platforms stehen. In einem zweiten Teil wird aufgezeigt, was sie bezüglich „Learning Experience“ an konkreten Funktionen mitbringen. In einem dritten Teil wird ausgeführt, wie eine Learning Experience Platform evaluiert und ausgewählt werden kann.

Praxiseinsatz Künstliche Intelligenz - Wie lernen wir mit Maschinen? (Trendreport eLearning Journal)

Die Möglichkeit, digitales Lernen anhand von Big Data (oder besser Smart Data) in alle Richtungen zu analysieren und über Algorithmen Zusammenhänge zu erstellen, die man als menschliche Fachperson selber nicht sieht, eröffnet neue Möglichkeiten beim Design von Lernsettings. In den letzten
Jahren sind Lernsysteme durch Funktionen erweitert worden, die es ermöglichen, personalisierte und individualisierte Lernangebote anzubieten und die Lernzielerreichung ebenso zu unterstützen. In diesem Artikel wird ein Überblick über aktuelle Möglichkeiten gegeben und es wird aufgezeigt, wie Bildungsexpert*innen diese nutzen können.

WebConferencing: Von «einfach loslegen» bis «systemisch angehen» (SI Digital Magazine)
Einen Artikel über WebConferencing? Braucht es das? Einloggen, Mikrofon und Kamera freischalten und loslegen! Völlig einfach. Da braucht es doch keine Anleitung und schon gar keinen eigenen Artikel in einem Fachmagazin.» Stimmt, wenn man einfach mal loslegen will, dann reichen die drei Schritte. Wenn man eine neue Lern- und Arbeitskultur darauf aufbauen will und die Sache systemisch angehen möchte, dann braucht es etwas mehr.

2019

Digitales Lernen führt zu einer Renaissance des analogen Präsenzlernens (Jahrbuch eLearning & Wissensmanagement 2020, eLearning Journal)

Sind Sie schon in einer Meetup-Gruppe, haben Sie an einem BarCamp teilgenommen oder machen Sie in einem Working-out-Loud-Circle mit? Je digitaler die Arbeitswelt, desto grösser das Bedürfnis, sich face-to-face auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam und voneinander zu lernen. (...) Professionelles digitales Lernen schafft Raum zu einer „Renaissance“ des Präsenzlernens.

Festschrift 10 Jahre Learning Innovation Conference. 22 Interviews mit Lern-Experten und -Expertinnen (HRM Research Institute GmbH)
Vor 10 Jahren entstand die Idee, in der Schweiz eine Konferenz für technologiebasiertes Lernen zu lancieren. Daraus ist die Swiss eLearning Conference entstanden, die 2018 in LEARNING INNOVATION Conference umbenannt wurde.(...) In diesem Buch haben wir mit vielen von unseren Keynote-Speakern Interviews geführt.

Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik. Definition der Begriffe

  1. E-Learning (Digital Learning)
  2. E-Learning Strategie
  3. E-Learning im Unternehmen
  4. Lernformen

Guten Tag, Head of Collaboration (Blogbeitrag Büro Züri)
«Collaboration» ist zu einem Schlüsselthema in einer digitalisierten und globalisierten Wirtschaftswelt geworden. Noch vor einigen Jahren musste man sich erklären, wenn man von Kollaboration sprach. Der Begriff war negativ besetzt. Unterdessen werden Kollaborationsstrategien entwickelt, kollaborative Kompetenzen geschult und kollaborative Technologien eingeführt. Die Bedeutung misst sich auch daran, dass Du (ich hoffe, DU ist okay. Die direkte Ansprache vereinfacht die Kommunikation) in deiner Firma für Kollaboration – oder Collaboration zuständig bist.

Collaboration Matters! (Adventsserie HR Today mit 10 Beiträgen)

Digital Collaboration ist in den Unternehmen angekommen und wird als strategischer Schwerpunkt erkannt. In dieser Serie wird über die Erfahrung mit kollaborativen Projekten in unterschiedlichen Unternehmen berichtet. Dabei wird aufgezeigt, was die Erfolgsfaktoren, aber auch die Schwierigkeiten sind. Darauf basierend werden abschliessend 10 Trends für die kollaborative Zukunft von Unternehmen abgeleitet.

2018

Bessere Lerndesigns dank Digitalisierung? (Jahrbuch eLearning & Wissensmanagement 2019, eLearning Journal)
Im Sommer 1992 machte ich eine 4-wöchige Fahrrad-Tour von Nantes nach Biaritz. Während diesen Ferien hatte ich viel Zeit, mich mit Science-Fiction-Literatur zu beschäftigen. Ein Autor, den ich vor allem las, war William Gibson. Mit seinen Büchern Neuromancer (1984), Biochips (1986) oder Mona Lisa Overdrive (1988) hatte er vieles beschrieben und vorwegenommen, was heute Realität ist.

„Hallo Lern-Coach“ (Buchkapitel in: "Digitale Transformation in der Bildungslandschaft - den analogen Stecker ziehen?", Heider-Lang, Jacqueline; Merkert, Alexandra (Hrsg.) Hampp Augsburg 2019)
In diesem Beitrag wird aufgezeigt, welche Formen von digitaler, personalisier-ter Bildung in Unternehmen unter Verwendung von Skills Management, Lern-empfehlungen (Recommendation Engine), Spracherkennung (Natural Language Processing) und Aufzeichnung der Bildungshistorie (Learning Record Store) möglich sind. Diese Form des personalisierten Lernens, das an jedem Ort und zu jeder Zeit stattfinden kann und selbstgesteurte, wie auch kollaborative und moderierte Lernformate umfasst, ist eine Möglichkeit, um auf die sog. „Skilling Challenge“ des betrieblichen Lernens der kommenden Jahre zu antworten.

2017

Lernhaus, Kompetenzensets und Digital Learning Hub. Grundlagen für die Kompetenzentwicklung im Prozess der vernetzen Arbeit (Buchkapitel in: „Handbuch Kompetenzentwicklung im Netz. Bausteine einer neuen Lernwelt“, Erpenbeck, John; Werner Sauter Werner (Hrsg.) Schäffer-Poeschel 2017)
In diesem Text wird anhand des „Lernhauses“ aufgezeigt, welche Bereiche bei der Entwicklung einer Lernarchitektur und bei der Einführung von digitalem Lernformen in einem Unternehmen oder einer Organisation bearbeitet werden müssen. Das „Kompetenzenset“ vertieft den Aspekt der dafür erforderlichen Kompetenzen seitens der Lernenden (Anwender) und der Lehrenden (Dozenten, Coaches, Mentoren). Der „Digital Learning Hub“ entwirft ein Modell für digitale, cloudbasierte Lernumgebungen, die über einfache Learning Management Systeme hinausgehen.

2016

Digital Gesund(heit) lernen. Wie digitales Lernen und Gesundheit zusammenhängen (Fachbeitrag in: Clinicum, 6-16)
Digitales Lernen hält Einzug in die Gesundheitsbranche. Fachpersonen wie Patienten können über verschiedene webbasierte Lernformate mehr über alle Gesundheitsaspekte lernen. Die Nutzung von cloudbasierten Lerntechnologien vereinfacht den Einstieg und die Nutzung. Anhand verschiedener Beispiele wird illustriert, was heute schon möglich ist.

2015

Lernarchitekturen für moderne Lern- und Arbeitsprozesse (Fachbeitrag in: HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik 301 Schwerpunktthema „eLearning“. Volume 52 | Number 1, pp 21-32, 2015)
Unternehmen befinden sich in einem starken Umstrukturierungsprozess. Digitale Technologien und Prozesse verändern die gesamte Supply Chain von der Produktentwicklung, der Zusammenarbeit mit Zulieferern, das Marketing sowie die Bereiche Verkauf und Vertrieb. Mobiles und multilokales Arbeiten und Lernen hat im Enterprise 2.0 eine neue Stufe erreicht (...).


2003

E-Collabarotion - Die Gestaltung internetgestützter kollaborativer Handlungsfelder 

(Dissertation Universität St. Gallen)

Die Motivation, sich mit dem Thema „E-Collaboration“ zu befassen, gründet in der tiefen Überzeugung, dass das Internet ein kollaboratives Medium ist. Sein Potenzial wird erst dort vollumfänglich entfaltet, wo es Menschen dazu benützen, kollaborativ zu handeln und zu kommunizieren und Unternehmen damit ihre Geschäftsprozesse unternehmensübergreifend mit anderen Unternehmen vernetzen. Das Internet dient in erster Linie dazu, die Kommunikations- und Handlungsmöglichkeiten mit anderen Menschen zu erweitern. Diese kollaborative Grundidee war bereits in den Anfängen für die Entwicklung des Internets massgebend und sie trägt heute und auch in Zukunft wesentlich zum Erfolg und der Expansion des Internets bei.

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